Kessler, Helene
siehe auch: Kahlenberg, Hans von(siehe: Keßler, Helene) mehr
Geb. als H. v. Montbart (Tochter des Offiziers Erich v. M. und der Agnes v. Bodungen) am 23.2.1870 in Heiligenstadt (Thüringen, Deutsches Reich), gest. am 8.8. 1957 in Baden-Baden (BRD). Schriftstellerin.
Nach der Scheidung ihrer Eltern (1875) besuchte sie das renommierte Stift Keppel in Westfalen, eine jahrhundertelang bestehende „freiweltliche“ Bildungseinrichtung, vorwiegend für ‚unversorgte‘ adelige junge Frauen, das seit dem 18. Jhdt. zugleich eine höhere gymnasiale Einrichtung war und 1872 um eine Lehrerinnen-Bildungsanstalt erweitert wurde.
Seit 1895 veröffentlichte H.v. Montbart, die tw. anonym, tw. unter dem Pseudonym Kahlenberg (Hans v.) Romane, darunter auch in Verlagen wie S. Fischer oder Reissner (Dresden). 1901 erschien z.B. ihr Roman Nixchen, der einige Aufmerksamkeit erregte, 1910 der Roman Ahasvera, der inzwischen als Schlüsseltext für Weiblichkeitsprojektionen um 1900 hinsichtlich der jüd. femme fatale-Konfiguration gilt. Ihr letzter Roman, Die Witwe Scarron, erschien 1934 bei Kiepenheuer.
Materialien und Quellen:
Digitalisat von Nixchen auf: Frankfurter UB: https://sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/varia/content/titleinfo/7108743;
(PHK, work in progress)




